Das Freitagskino zeigt: AMRUM

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Das Freitagskino zeigt: AMRUM

6.Februar | 20:00 - 22:00

Mit Amrum erzählt Fatih Akin die Jugendgeschichte seines Mentors Hark Bohm – ein stilles, eindringliches Drama über Schuld, Sehnsucht, Migration und das Erwachsenwerden im Schatten des Kriegsendes.

Der neue Film von Fatih Akin basiert auf den Jugenderinnerungen von Schauspieler und Filmemacher Hark Bohm, die er in seinem 2024 erschienenem Roman „Amrum“ beschreibt. Das Drehbuch zum Film entstand vor dem Roman, der Film ist also keine Adaption des Buches. Ursprünglich geplant als letzte Regiearbeit von Hark Bohm sprang Fatih Akin ein, als klar wurde, dass Bohm († 14. November 2025 mit 86 Jahren) nicht mehr die Kraft hatte, den Stoff selbst zu inszenieren. Akin selbst hatte Bohm als seinen einstigen Mentor bezeichnet, dieser war zum Beispiel an den Drehbüchern zu „Tschick“ und „Aus dem Nichts“ beteiligt und so passte diese Kombination. Folgerichtig steht dem Film voran: „Ein Hark Bohm Film von Fatih Akin“. Akin bezeichnet den Film als ein besonderes Projekt: „Amrum handelt von der Vertreibung aus dem Paradies. Dieser Film war eine Mission, eine Reise in die Tiefen meiner ‚Deutschen Seele’“.

Das eindringliche Coming-of-Age-Drama handelt von Schuld, Verdrängung und der Suche nach Wahrheit in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs, irgendwann im Frühjahr 1945. Während der 12-jährige Nanning (Jasper Billerbeck) sich abmüht, seiner Mutter zu helfen, die Familie zu ernähren, rückt das Kriegsende immer näher und so ist er in der Sehnsucht nach dem Frieden hin- und hergerissen zwischen fanatischen Familienangehörigen in ihrer Verehrung für Hitler und den kritischen Stimmen, die das Kriegsende und das Ende von Hitler herbeisehnen.

Ein weiteres Thema, weniger augenscheinlich, ist das Thema „Migration“. Die Familie von Nanning kommt aus Hamburg und so wird er auch von anderen Kindern als „Nicht-Amumer“ beschimpft und ausgeschlossen. Die Frage, was einen „Amrumer“ ausmacht, taucht immer wieder im Film auf. Viele Amrumer waren in die USA gegangen, um dort als Walfänger zu arbeiten. Einige sind geblieben, andere zurückgekommen. Und die Frage ist: Ist die Heimat da, wo man herkommt oder da, wo man ist und sich wohlfühlt?

Details

  • Datum: 6.Februar
  • Zeit:
    20:00 - 22:00
  • Veranstaltungskategorie:

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